Rathaussanierung

Sanierung des Rathauses der Gemeinde Recke als Klimaschutzmaßnahme

1. Ist-Zustand des Rathauses vor der Sanierung

Das Rathaus wurde 1979/1980 in massiver Bauweise errichtet. Der Wandaufbau besteht aus einem ca. 30 cm starken Kalksandstein, einer ca. 7 cm starken Luftschicht und einem 11,5 cm Verblend-mauerwerk. Als Fenster sind überwiegende Aluminiumrahmenfenster mit Zweischeiben-Isolierverglasung verbaut.

Die oberste Geschossdecke aus Stahlbeton wurde bereits nachträglich mit einer ca. 10 cm starken Schicht aus Polystyrol gedämmt. Die Flachdachbereiche weisen eine ca. 10 cm starke Gefälledämmung auf.

Beheizt wird das Rathaus über Festbrennstoffkessel. Als Energieträger wird Steinkohle eingesetzt. Die zentrale Warmwasserbereitung wird ebenfalls über den Kohlekessel beheizt. Weitere Details sind dem als Anlage beigefügtem Energieberatungsbericht zu entnehmen.

Es besteht ein langjähriger Wärmeverbund zwischen dem Rathaus Recke und der örtlichen Filiale der Kreissparkasse Steinfurt. Das Gebäude der Kreissparkasse inkl. der enthaltenen Mietwohnungen wird mit Wärme aus der Heizzentrale des Rathauses versorgt.

2. Vorgesehene energetische Sanierung des Rathauses Recke

Das Konzept sieht vor, das Rathaus umfassend energetisch zu sanieren. Um die CO2- Emissionen des Gebäudeteils zu senken, werden drei Ansätze parallel verfolgt.

a. Umfassende Sanierung der thermischen Hüllflächen. Die Sanierung der Hüllflächen umfasst folgende Einzelmaßnahmen:

  • Einbringung einer Einblasdämmung zur Nachdämmung der Außenwände
  • Zusätzliche Aufbringung von Dämmung auf Dachböden und Flachdächern

b. Die Wärmeversorgung wird auf einen regenerativen Brennstoff umgestellt. Der Wärmeverbund zwischen Rathaus, Sparkasse und privaten Wohnungen bleibt erhalten, die Nahwärmeleitung wird ertüchtigt.

  • Die vorhandene Kohleheizung wird demontiert. Es wird ein Biomassekessel installiert, der sowohl für den Einsatz von Hackgut als auch von Holzpellets geeignet ist. Der Kohlebunker wird zum Holzpellet- bzw. Hackschnitzelspeicher umgebaut.
  • Austausch bzw. Umbau des vorhandenen Heizungsverteilers einschließlich der Steuerung auf KNX-Basis für eine Verbrauchsoptimierung bzw. Steuerungsopti-mierung
  • Erneuerung der abgängigen Wärmeleitung zwischen Rathaus und Sparkassen-gebäude

c. Rückbau der vorhandenen Kälteanlage und Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für den "großen und kleinen Saal".

Mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept wird die Gemeinde Recke ihrer Vorbildrolle gerecht.

Damit die Gemeindeverwaltung Recke ihrer Vorbildrolle im Bereich des Klimaschutzes gerecht wird, sind einerseits die Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept umzusetzen, aber des Weiteren ist auch dafür Sorge zu tragen, dass die Klimaschutzaktivitäten der Gemeinde Recke von deren Bürgern und auch über die Gemeindegrenzen hinaus wahrgenommen werden.

Zu diesem Zweck wird über den Verlauf der energetischen Rathaussanierung regelmäßig sowohl in den politischen Gremien, als auch der lokalen Presse berichtet. Zusätzlich wird auf der Homepage der Gemeinde Recke eine detaillierte Beschreibung der Einzelmaßnahmen veröffentlicht um auch hierüber möglichst viele Nachahmer zur Verbesserung ihrer Gebäude zu motivieren.

3. CO2-Einsparung

Die CO2-Emissionen des Rathauses Recke liegen aktuell bei 98,7 kg/(m2 *a). Zukünftig sollen nur noch CO2-Emissionen von 6,5 kg/(m2 *a) entstehen.

Die berechneten Energie- und CO2-Einsparungen beziehen sich auf die Wärmeversorgung. Die Betrachtung der "Stromseite" wurde für diese Maßnahme nicht durchgeführt.

CO2-Emissionen Rathaus Recke

Zusätzlich werden durch die Umstellung auf einen regenerativen Brennstoff die CO2-Emissionen im gesamten Wärmeverbund sinken. Die durchgeführte Berechnung erfolgte durch die itg-doeker ingenieur team GmbH. Auf Grundlage der DIN V 18599 wurden die voraussichtlichen CO2 - Einsparungen in Höhe von 149.400 kg/a berechnet. Anteilig sind dies 93 % Einsparung.

4. Kostenschätzung

Die Kosten betragen nach Kostenschätzung des betreuenden Ingenieur–Büros 715.102,44 € inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Einen Antrag auf eine Förderung in Höhe von 200.000,00 € als nicht zurückzahlbaren Zuschuss aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative wurde beim Projektträger Forschungszentrum Jülich gestellt.

5. Förderung

Für die beantragte Maßnahme wurde am 15.11.2017 unter dem Titel „KSI: Energetische Sanierung des Rathauses der Gemeinde Recke“ aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative Fördermittel bewilligt. Das Förderkennzeichen lautet: 03K02663M. Der Bewilligungszeitraum ist der 01.01.2018 – 31.12.2018. Der Zweck der Maßnahme ist oben schon dargestellt (siehe Ziffer 2)

Der Zuwendungsbescheid wurde vom Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich erstellt.

Link: www.ptj.de/Klimaschutzinitiative-kommuen/



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„Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtung."

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